Die Benzinimporte in die Ukraine gingen um 6 % zurück: neue Bezugsquellen und Veränderungen in der Logistik

28 окт, 16:00

In den neun Monaten des Jahres 2024 sank das Volumen der Benzinimporte in die Ukraine im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 % und erreichte 919,5 Tausend Tonnen. Dies belegen die Daten der Beratungsgruppe „A-95“, auf die sich die Profilveröffentlichung Enkorr bezieht. Dieser Rückgang hängt mit einer Reihe von Faktoren zusammen, darunter Veränderungen in der Logistik und die Anpassung des Marktes an neue Lieferbedingungen.

Das Haupttransportmittel für den Benzinimport war die Eisenbahn, die 64 % der Gesamtlieferungsmenge bzw. 590,5 Tsd. Tonnen bereitstellte. Dieser Indikator stieg im Vergleich zum Vorjahr um 44,2 %, während 220.000 Tonnen per Straßentransport um 30,6 % weniger angeliefert wurden. Der Hauptgrund für eine solche Umstrukturierung war die massive Verlagerung von Lieferungen auf die Schiene nach den polnischen Streiks, die von November 2023 bis April 2024 andauerten und den Straßentransport von Treibstoff aus Polen um fast 86 % reduzierten.

Zu den größten Veränderungen in der Logistik gehört, dass die Straßenlieferungen aus Bulgarien und der Slowakei um 59 % bzw. 58 % zurückgingen. Die Lieferungen aus Lettland wurden fast vollständig eingestellt, da die Ukraine auf andere Quellen umstieg. Trotz dieser Schwierigkeiten konnte die westliche Richtung den Rückgang teilweise ausgleichen: Von Januar bis September stieg die Importmenge aus westlichen Ländern um 22 % und belief sich auf 497,8 Tsd. Tonnen. Das Angebot aus südlicher Richtung ging dagegen aufgrund eines Rückgangs der Lieferungen aus Griechenland um 26 % zurück.

Litauen, einer der Hauptlieferanten von Benzin in die Ukraine, steigerte das Exportvolumen um 40 % auf 161,2 Tausend Tonnen. Der größte Abnehmer von litauischem Benzin war die Tankstellenkette WOG, die 39 % dieser Menge lieferte und ihre Einkäufe praktisch verdoppelte, wodurch die Importe um 91 % stiegen. Auch Deutschland gehörte zu den Hauptlieferanten: Seit Jahresbeginn wurden 117,6 Tsd. Tonnen deutsches Benzin importiert, wobei der Großteil dieser Menge (66 %) auf das Unternehmen UPG entfiel.

Die Lieferungen aus Polen und Rumänien blieben relativ stabil: Die Menge an polnischem Benzin ging leicht zurück – von 203 auf 201,8 Tausend Tonnen, während die Importe aus Rumänien von 231,4 auf 239,4 Tausend Tonnen stiegen. Gleichzeitig steigerte der polnische Konzern Orlen die Lieferungen in die Ukraine deutlich und verdoppelte sie fast – von 95,4 auf 187,5 Tausend Tonnen. Einen Anteil am Anstieg hatten die Netzwerke OKKO und WOG (75.000 Tonnen), und Ukrnafta erhielt 14,8.000 Tonnen.

Im Allgemeinen wurde die polnische Orlen, die auch eine Ölraffinerie in der Stadt Mazheikyai in Litauen besitzt, im Jahr 2024 mit 345,2 Tausend Tonnen Kraftstoff zum größten Benzinlieferanten der Ukraine. Allerdings sind auch am Markt einige Rückgänge spürbar: Select Energy, Arcturus, BP Europa und Anwim sind aus der Liste der polnischen Lieferanten praktisch verschwunden, und Unimot hat die Mengen um 73 % reduziert und liefert nur noch 11.200 Tonnen.

Trotz des Rückgangs des gesamten Benzinimports passt sich der ukrainische Markt an Veränderungen in der Logistik an und findet neue Quellen und Wege für die Kraftstoffversorgung.


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