Das ukrainische Ministerkabinett hat die Haushaltserklärung für 2026–2028 veröffentlicht, die insbesondere die Erwartungen hinsichtlich des Wechselkurses der Hrywnja gegenüber dem US-Dollar darlegt. Nach Regierungsberechnungen wird in den kommenden Jahren eine allmähliche, aber moderate Abschwächung der Landeswährung ohne starke Schwankungen erwartet.
So wird der durchschnittliche jährliche Dollarkurs laut Prognose im Jahr 2026 44,7 UAH und bis Jahresende 44,8 UAH betragen. Im Jahr 2027 werden diese Werte auf 45,2 bzw. 45,3 UAH steigen und im Jahr 2028 auf durchschnittlich 45,6 UAH und bis Jahresende 45,8 UAH. Die Prognose zeigt einen allgemeinen Trend zu einer stabilen und kontrollierten Abwertung der Hrywnja.
Zum Vergleich: Der aktuelle Staatshaushalt sah einen durchschnittlichen Wechselkurs von 45 UAH pro Dollar für 2025 und 45,6 UAH für Dezember vor. Im April korrigierte das Wirtschaftsministerium diese Zahlen jedoch in Richtung einer Stärkung der Hrywnja: Die neuen Erwartungen liegen bei durchschnittlich 43,3 UAH pro Jahr und 43,7 UAH im Dezember 2025.
Das Dokument stellt fest, dass der Devisenmarkt derzeit relativ stabil bleibt. Gleichzeitig wird der Wechselkurs sowohl von internen als auch von externen Faktoren beeinflusst. Zu den Risiken zählen eine geringere Ernte aufgrund von Dürre im Jahr 2024, eine aktive Kriegsphase, Angriffe auf die Energieinfrastruktur und erhöhte Importmengen.
Die Stabilität der Hrywnja wird durch eine verhaltene Inflation, die Beibehaltung der Zölle auf dem bisherigen Niveau und eine ausreichende Versorgung des Inlandsmarktes mit Waren unterstützt. Die Wirtschaft bleibt jedoch anfällig für die Auswirkungen militärischer Operationen, insbesondere hinsichtlich Produktionskosten, Logistik und Exportbeschränkungen.
Die Regierung ist sich zudem darüber im Klaren, dass die weitere wirtschaftliche Lage von mehreren Faktoren abhängt: dem Kriegsverlauf, dem Umfang der internationalen Finanzhilfe sowie der Rückkehr der Ukrainer, die ins Ausland fliehen mussten. Diese Bedingungen werden bestimmen, wie stabil die Griwna mittelfristig sein wird.
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