Der ukrainische Getreidemarkt verzeichnet angesichts der anhaltend hohen Nachfrage und des begrenzten Angebots einen weiteren Preisanstieg. Laut dem Analyseunternehmen APK-Inform schwankten die Preise für Speiseweizen der Güteklassen 2 und 3 am 7. November 2025 hauptsächlich zwischen 9.600 und 10.800 UAH/t CPT, während Futtermais auf 8.700 bis 9.800 UAH/t CPT gestiegen ist.
In der vergangenen Woche zogen die Weizenpreise weiter an. Insbesondere die Preise für Getreide der Güteklasse 2 stiegen auf 9.800 bis 10.800 UAH/t und für Getreide der Güteklasse 3 auf 9.600 bis 10.600 UAH/t. Damit betrug der durchschnittliche Anstieg gegenüber der Vorwoche 100 bis 200 UAH/t. Die wichtigsten Faktoren für dieses Wachstum sind die stabile Nachfrage der Verarbeitungsbetriebe und das begrenzte Getreideangebot der Landwirte, die ihre restliche Ernte nicht eilig verkaufen.
Experten weisen darauf hin, dass die Situation auf dem heimischen Weizenmarkt sowohl von saisonalen Faktoren als auch vom externen Umfeld beeinflusst wird. Die Händleraktivität nimmt im Vorfeld steigender Exportraten zu, was zusätzlichen Preisdruck erzeugt. Gleichzeitig halten sich die Agrarproduzenten mit Verkäufen zurück, da sie mit weiter steigenden Getreidepreisen rechnen.
Auch auf dem Maismarkt ist ein deutlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen. Die Nachfragepreise für Futtermais stiegen im Wochenverlauf um 100–200 UAH/t. Dies erklärt sich nicht nur durch das hohe Interesse der Käufer, sondern auch durch Ernteverzögerungen aufgrund von Regenfällen in einigen Regionen der Ukraine. Die Witterungsbedingungen verlangsamten den Getreideeinschub und führten zu einem vorübergehenden Angebotsdefizit.
Ein weiterer preisstützender Faktor ist die positive Exportentwicklung. Ukrainischer Mais ist auf den ausländischen Märkten weiterhin gefragt, und logistische Schwierigkeiten – insbesondere gestiegene Transportkosten und Lieferverzögerungen – verstärken den Effekt der steigenden Kosten zusätzlich.
Die aktuelle Marktlage deutet somit auf eine Fortsetzung des Preisanstiegs bei den beiden wichtigsten Getreidearten – Weizen und Mais – hin. Analysten gehen davon aus, dass die Nachfrage kurzfristig hoch und das Angebot begrenzt bleiben wird, was die Preise auf dem ukrainischen Inlandsmarkt weiterhin auf einem hohen Niveau halten dürfte.
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