Die Kiewer Stadtverwaltung bereitet ein umfassendes Modernisierungsprogramm für den öffentlichen Nahverkehr vor. Kernstück ist die Anschaffung neuer U-Bahn-Wagen. Das Projekt wird mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) realisiert, erklärte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko auf dem Kiewer Investitionsforum.
Laut Klitschko trägt die Initiative den Namen „Kiewer Metro“ und umfasst eine Finanzierung von bis zu 150 Millionen Euro. Der Projektstart ist für 2026 geplant. An den Finanzierungsverhandlungen nahmen Harry Boyd-Carpenter, Geschäftsführer der EBWE-Gruppe für nachhaltige Infrastrukturentwicklung, und Denys Gayovy, Senior Banker der Bank, teil. Klitschko betonte, die Modernisierung des Fuhrparks sei entscheidend für die Steigerung der Energieeffizienz, der Verkehrssicherheit und des Fahrgastkomforts.
Neben Verkehrsthemen widmete das Forum auch der digitalen Transformation Kiews große Aufmerksamkeit. Vitali Klitschko traf sich mit Annette Kroeber-Riel, Vizepräsidentin für Regierungsbeziehungen und öffentliche Politik bei Google in Europa. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Zusammenarbeit bei der Implementierung innovativer Dienste.
Ein wichtiger Punkt der Partnerschaft ist die Integration von Daten zur Barrierefreiheit im Stadtgebiet in Google Maps. Der Bürgermeister erklärte, dass die Grundlage für diese Daten die städtische Plattform „Kyiv Digital“ bildet, die bereits aktiv für elektronische Dienste in der Hauptstadt genutzt wird.
„Wir sind an den innovativen Tools interessiert, die Google entwickelt, um die Prinzipien der Barrierefreiheit umzusetzen und die Kommunikation mit den Bürgern zu verbessern. Wir haben auch die Möglichkeit erörtert, Daten zur Barrierefreiheit der Kiewer Infrastruktur direkt in Google Maps einzubinden“, betonte Klitschko.
Er berichtete außerdem, dass er bei allen Treffen in Berlin die Notwendigkeit hervorgehoben habe, Kiew im Vorfeld des Winters mit Generatoren und autonomen Stromquellen zu unterstützen. Dies sei, so der Bürgermeister, ein wichtiger Schritt, um die Stabilität der kritischen Infrastruktur der Stadt im Falle möglicher Stromausfälle zu gewährleisten.
Kiew setzt seine aktive Beteiligung internationaler Partner an der Modernisierung der Verkehrs-, Energie- und digitalen Infrastruktur fort. Die Stadtverwaltung ist zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit mit der EBRD und Google der Hauptstadt einen Durchbruch in Richtung nachhaltiger Entwicklung, technologischer Innovation und mehr Komfort für alle Einwohner ermöglichen wird.
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