Die industrielle Steinsalzproduktion in der Region Transkarpatien wurde wieder aufgenommen. Am 7. November nahm das Unternehmen „Cation Invest“ die Arbeiten im Steinsalzlager Tereblyansky nach anderthalb Jahren Unterbrechung wieder auf, wie Delo.ua unter Berufung auf Nadra.info berichtet.
Laut dem Mitinhaber des Unternehmens, Valentin Kondratiev, wird derzeit technisches Salz für die industrielle Weiterverarbeitung gewonnen. Er merkte an, dass das Unternehmen ein positives Zertifikat vom Staatlichen Dienst für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz erhalten habe. Nächste Woche soll das Labor des Staatlichen Forschungs- und Entwicklungsinstituts die Produktionsmengen erfassen, Proben für Analysen entnehmen und ein Konformitätszertifikat ausstellen.
Das Unternehmen hat bereits Lieferverträge mit den Straßenmeistereien der Regionen Transkarpatien, Lwiw und Schytomyr abgeschlossen. Dadurch können die Regionen den benötigten Salzbedarf für den Winterdienst und die industrielle Nutzung decken.
„Cation Invest“ erhielt bereits 2017 die Rechte zur Erschließung der Lagerstätte Tereblyansky. Der Bau der Mine begann 2022, und im August 2023 kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an, dass die Ukraine dank dieser Lagerstätte mit Speise- und technischem Salz versorgt werden könne.
Geplant war, dass das Unternehmen 2024 rund 60.000 Tonnen technisches Salz und ab 2026 Speisesalz produzieren würde. Im März 2024 wurde die Produktion jedoch aufgrund eines Gesellschafterstreits eingestellt. Der Geschäftsführer des Unternehmens äußerte die Befürchtung, dass einer der Eigentümer die Geschäftstätigkeit künstlich zum Erliegen gebracht habe, um das Unternehmen in den Konkurs zu treiben.
Im September wurde bekannt, dass zwei Unternehmen Klage beim Gericht eingereicht hatten, um die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegen die GmbH „Cation Invest“ zu beantragen. Laut YouControl wird das Unternehmen von Valentin Kondratiev (50 % über die JSC „ZNVKIF „Ekho“) und Oksana Omelyanenko (45 % über die JSC „ZNVKIF „Yukon“) kontrolliert; weitere 5 % gehören Igor Hereya. Geschäftsführer ist Sergey Kondratiev, der Sohn von Valentin Kondratiev.
Die Wiederaufnahme der Produktion im Tereblyansky-Vorkommen eröffnet Perspektiven nicht nur für die Versorgung mit technischem Salz, sondern auch für die Weiterentwicklung der Speisesalzproduktion. Dies kann ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Inlandsmarktes und zur Versorgung der Regionen mit strategischen Ressourcen sein.
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