Die Ukraine und Deutschland befinden sich in der finalen Vorbereitungsphase eines wichtigen Projekts zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen in den befreiten und vom Krieg betroffenen Regionen. Die Auszahlung der ersten Tranchen aus dem Förderprogramm der deutschen Staatsbank KfW in Höhe von insgesamt 40,5 Millionen Euro wird in Kürze erwartet. Dies teilte der Pressedienst des ukrainischen Finanzministeriums mit.
Beim Treffen zwischen dem stellvertretenden Finanzminister für Europäische Integration, Jurij Dragantschuk, und der deutschen Delegation unter der Leitung von Ulrike Hopp-Nischanka, Leiterin der Abteilung Ukraine im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), erörterten die Parteien die finale Vorbereitungsphase für die Umsetzung einer neuen Komponente der finanziellen Unterstützung ukrainischer Unternehmer. Die Teilnehmer hoben die in den letzten Monaten erzielten Fortschritte hervor.
Jurij Dragantschuk betonte die Schlüsselrolle Deutschlands bei der Entwicklung ukrainischer KMU, der Modernisierung des Fonds für Unternehmensentwicklung (EEDF) und der Gründung der Nationalen Entwicklungsagentur. Er hob hervor, dass die deutsche Finanz- und Expertenhilfe nicht nur Unternehmen in Kriegszeiten unterstützt, sondern auch zur Schaffung einer modernen, europäischen Standards entsprechenden institutionellen Architektur beiträgt.
Der Vorstandsvorsitzende des EEDF, Andrij Gapon, berichtete über konkrete Fortschritte im Rahmen des Programms zur Stärkung der Resilienz von KMU, einem gemeinsamen Projekt, das bereits Unternehmer in den befreiten und betroffenen Regionen erreicht. Laut Gapon arbeitet der Fonds aktiv an der Vorbereitung der ersten Auszahlungen der KfW-Fördergelder.
Im Rahmen dieser Initiative erhalten ukrainische Unternehmer umfassende Unterstützung, darunter verschiedene Finanzinstrumente. Dazu gehören Kreditgarantien in Höhe von 20 Millionen Euro, zinsgünstige Darlehen in Höhe von 13,2 Millionen Euro, ein Zuschuss für Investitionskosten in Höhe von 5,3 Millionen Euro sowie Beratungsleistungen in Höhe von 2 Millionen Euro. Diese Hilfsstruktur soll eine rasche Erholung der Wirtschaft und eine erhöhte Widerstandsfähigkeit unter den schwierigen Bedingungen der Kriegszeit gewährleisten.
Andriy Gapon dankte der Bundesregierung für ihre Bereitschaft zur Fortsetzung der Zusammenarbeit und für den Vorschlag einer zweiten Projektphase im Wert von 19 Millionen Euro. Er betonte, dass der Fonds für Unternehmensentwicklung weiterhin dafür sorgen werde, dass die Umsetzung des Programms so transparent und effektiv wie möglich gestaltet wird.
Damit schreiten die Ukraine und Deutschland zur praktischen Umsetzung der nächsten Finanzhilfewelle für KMU voran, die einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Erholung und Entwicklung der vom Krieg am stärksten betroffenen Regionen leisten wird.
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