Im November 2025 beliefen sich die ukrainischen Weizenexporte auf lediglich 1,706 Millionen Tonnen, was auf eine geringe Aktivität auf dem Weltmarkt hindeutet. Saisonale Faktoren bleiben die wichtigsten Markttreiber, und die Preissituation erscheint ungewöhnlich stabil. Dies teilte der Pressedienst des Allukrainischen Agrarrats (VAR) unter Berufung auf die Analyseabteilung der Genossenschaft PUSK mit.
Analysten erklären, dass die Aussaat der Wintergetreide ein potenzieller Preistreiber gewesen wäre. Deren Auswirkungen auf den Markt wurden jedoch durch günstige Wetterbedingungen kompensiert. „Der Zustand der Wintergetreide wird als gut eingeschätzt, es ist ausreichend Feuchtigkeit vorhanden, und die Prognosen versprechen weitere Niederschläge. Die Pflanzen werden normal in die Winterruhe gehen, sodass der Faktor der risikoreichen Aussaat, der normalerweise die Preise in die Höhe treibt, den Markt derzeit nicht beeinflusst“, so die Experten.
Traditionell steigt der Weizenpreis im November/Dezember, da die Importeure nach den Sommerlieferungen ihre Käufe intensivieren. Derzeit verhält sich der Markt atypisch: Im Oktober lag der Preis pro Tonne Weizen im Hafen der Klasse 3 (Kapstadt) bei 220 US-Dollar, im November zwischen 220 und 222 US-Dollar, und der Dezember begann auf demselben Niveau. Der Preis hat sich nun schon den zweiten Monat in Folge kaum verändert.
Die Nachfrage der Importeure nach ukrainischem Weizen steigt zwar, die Aktivität bleibt jedoch gering. Letzte Woche wurden Käufe aus Ländern wie Ägypten, Libanon und einigen EU-Staaten getätigt. Bislang herrscht jedoch keine große Dynamik am Markt, was das Preiswachstum bremst. Experten weisen darauf hin, dass der Markt normalerweise auf eine solche Stagnation mit einer starken Bewegung in die eine oder andere Richtung reagiert, die Wahrscheinlichkeit für ein Wachstum jedoch weiterhin hoch ist.
Kurzfristig prognostizieren Analysten eine Stabilität des Weizenmarktes. Die Richtpreise werden voraussichtlich bei 220 US-Dollar pro Tonne Speiseweizen und 212–214 US-Dollar pro Tonne Futterweizen liegen.
Bislang sorgt ukrainischer Weizen auf dem Weltmarkt für keine Aufregung, und die Preise weisen für den Zeitraum November/Dezember eine ungewöhnliche Stabilität auf. Günstige Wetterbedingungen und das Fehlen von Risikofaktoren auf dem Inlandsmarkt halten die Preise in einem engen Korridor, was eine ruhige Lage in den kommenden Wochen erwarten lässt.
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