US-amerikanische KI-Unternehmen fallen laut Microsoft in Schwellenländern gegenüber ihren chinesischen Konkurrenten zurück. China kombiniert kostengünstige „Open-Source“-KI-Modelle mit staatlichen Subventionen und verschafft sich damit einen deutlichen Technologievorsprung gegenüber den USA.
Laut Financial Times betonte Microsoft-Präsident Brad Smith, dass die rasante Verbreitung der Technologie des chinesischen Startups DeepSeek in Ländern des globalen Südens, insbesondere in Afrika, einen ernstzunehmenden Wettbewerb für US-Unternehmen darstellt.
„Anders als noch vor einem Jahr bietet China jetzt Open-Source-Modelle an, und zwar gleich mehrere, die konkurrenzfähig sind“, so Smith. „Zusätzlich erhalten sie Unterstützung von der chinesischen Regierung, wodurch sie die Preise effektiv drücken und US-Unternehmen unterbieten können.“
Einer neuen Studie von Microsoft zufolge hat die Veröffentlichung des DeepSeek R1-Sprachmodells für große Sprachen vor einem Jahr die weltweite Verbreitung von KI vorangetrieben, insbesondere in Afrika und anderen Regionen des globalen Südens. Hauptgründe für seine Popularität waren die Erschwinglichkeit und die niedrigen Kosten.
Dies hat es China ermöglicht, die USA auf dem globalen Markt für „offene“ KI-Modelle zu überholen, die kostenlos genutzt, modifiziert und in eigene Entwicklungen integriert werden können. Amerikanische Unternehmen wie OpenAI, Google und Anthropic hingegen konzentrieren sich darauf, die Kontrolle über Spitzentechnologien zu behalten und diese durch Abonnements und Unternehmensverträge zu monetarisieren.
Eine Studie von Microsoft, basierend auf Nutzungsdaten der eigenen Produkte, ergab, dass die chinesische DeepSeek-Gruppe bereits in einigen afrikanischen Ländern signifikante Marktanteile erzielt hat – 18 % in Äthiopien und 17 % in Simbabwe. Dies belegt die rasante Verbreitung chinesischer KI in Schwellenländern und den wachsenden globalen Wettbewerb um amerikanische Technologie.
Diese Situation stellt die USA vor eine Herausforderung: Um ihre Position auf dem globalen KI-Markt zu behaupten, müssen Unternehmen neue Strategien für den Zugang zu ihren Technologien und für Partnerschaften in den Märkten Afrikas und anderer Regionen des globalen Südens entwickeln.
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