Die Ukraine steigert ihre Sojabohnenexporte aktiv: Laut Analysten von SPIKE BROKERS wurden im Januar 2026 mehr als 210.000 Tonnen Sojabohnen exportiert. Ein Großteil der Fracht wurde per Bahn transportiert, wodurch wichtige europäische Märkte effektiv bedient werden können.
Hauptabnehmerländer sind weiterhin Polen, Deutschland, Italien und die Niederlande. Die Nachfrage nach gentechnikfreien Sojabohnen aus der Ukraine wächst vor dem Hintergrund geänderter regulatorischer Anforderungen in der Europäischen Union. Dies macht ukrainische Rohstoffe bei europäischen Verarbeitern besonders begehrt.
Auf dem ukrainischen Inlandsmarkt sind die Preise für gentechnisch veränderte Sojabohnen zur Weiterverarbeitung inklusive Mehrwertsteuer leicht gesunken: Die Notierungen fielen um 1 US-Dollar pro Woche auf 462 US-Dollar pro Tonne. Gleichzeitig blieb der Exportpreis (CPT) bei 427 US-Dollar pro Tonne und stieg sogar leicht an, was auf eine stabile Nachfrage auf den Auslandsmärkten hindeutet.
Der Handel verläuft weiterhin schleppend, doch ukrainische Verarbeiter zeigen nach wie vor Interesse an Rohstoffen. Das Exportwachstum ist nicht nur auf die Nachfrage ausländischer Märkte zurückzuführen, sondern auch auf eine effiziente Logistik und die Optimierung der Lieferungen über die Schiene.
Neben Sojabohnen stiegen im Januar auch die Exporte von Sojaöl auf 32.000 Tonnen, was deutlich über dem Niveau der Vormonate liegt. Dies deutet auf eine stabile Lage im Verarbeitungsmarkt und den Ausbau der Kapazitäten ukrainischer Produzenten hin.
Analysten stellen fest, dass die Ukraine ihre Position auf dem globalen Sojamarkt weiter festigt. Die Nachfrage nach gentechnikfreien Produkten und die aktive Nutzung des Schienentransports sichern ein stabiles Exportwachstum, und der Inlandsmarkt zeigt sich anpassungsfähig an Preisschwankungen und unterstützt die Verarbeiter.
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