Der Kryptowährungsmarkt hat einen weiteren deutlichen Rückgang erlitten: Bitcoin, die weltweit größte digitale Währung, fiel am 5. Februar nahe der psychologisch wichtigen Marke von 70.000 US-Dollar. Der aktuelle Kurs ist der niedrigste seit November 2024.
Laut Reuters fiel Bitcoin während der asiatischen Handelssitzung um mehr als 3 % auf 70.052 US-Dollar. Dieser Rückgang markierte die schwächste Performance der letzten Monate und verstärkte die Sorgen der Anleger um die zukünftige Marktentwicklung.
Auch die nach Marktkapitalisierung zweitgrößte Kryptowährung, Ether, war von diesem negativen Trend betroffen. Ihr Wert sank um fast 2 % auf 2.086 US-Dollar. Analysten weisen darauf hin, dass der Kursverfall von Ether unter die 2.000-Dollar-Marke der stärkste seit Mai letzten Jahres war.
Experten führen den starken und rasanten Kursverfall auf dem Kryptomarkt auf politische und geldpolitische Faktoren in den USA zurück. Auslöser für die Verkäufe war insbesondere die Nominierung von Kevin Warsh zum nächsten Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve. Die Erwartung, dass er eine Reduzierung der Fed-Bilanz einleiten könnte, hat den Druck auf risikoreiche Anlagen, einschließlich Kryptowährungen, erhöht.
Insgesamt betrachtet sieht die Lage für Bitcoin noch schwieriger aus. In der vergangenen Woche verlor die Kryptowährung mehr als 7 % ihres Wertes, und seit Jahresbeginn hat sie fast 20 % eingebüßt. Ether zeigt eine noch schlechtere Entwicklung – sein Preis ist seit Jahresbeginn um fast 30 % gefallen.
Analysten der Deutschen Bank gehen davon aus, dass der Hauptgrund für den aktuellen Einbruch der massive Kapitalabfluss aus institutionellen Krypto-ETFs ist. Ihren Schätzungen zufolge wurden seit Oktober 2025, dem Beginn des allgemeinen Marktrückgangs, monatlich Milliarden von Dollar aus diesen Fonds abgezogen.
Insbesondere im Januar zogen Anleger mehr als 3 Milliarden Dollar aus US-Spot-Bitcoin-ETFs ab. Zum Vergleich: Im Dezember betrug der Abfluss rund 2 Milliarden Dollar und im November rund 7 Milliarden Dollar.
Experten zufolge deuten solche Entwicklungen auf ein allmähliches Nachlassen des Interesses traditioneller Investoren hin. Analysten zufolge spiegelt der anhaltende Verkauf von Vermögenswerten den wachsenden allgemeinen Pessimismus hinsichtlich der kurzfristigen Perspektiven des Kryptowährungsmarktes wider.
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