Der anhaltende Frost in der Ukraine bremst den Maisabsatz, da Landwirte ihre Lieferungen in Erwartung günstigerer Bedingungen verschieben. Infolgedessen sind die Exportpreise für Getreide um 2–3 US-Dollar pro Tonne gestiegen und haben 207–211 US-Dollar/Tonne erreicht. Auch die Preise an den Schwarzmeerhäfen steigen weiter. Dies berichtet die Getreidebörse.
Die instabilen Wetterbedingungen erschweren die Logistik und behindern den Absatz von Mais durch Landwirte, die versuchen, ihre Ernte gewinnbringender zu verkaufen. Dies führt zu höheren Nachfragepreisen für Mais an den Häfen, da die verfügbaren Getreidemengen weiterhin begrenzt sind.
Im Laufe der Woche sind die Exportpreise für Mais um 2–3 US-Dollar/Tonne gestiegen und liegen bei 207–211 US-Dollar/Tonne bzw. 10.200–10.250 UAH/Tonne bei Lieferung an Schwarzmeerhäfen. Dieser Anstieg ist auf das geringe Angebot der Landwirte und die Erwartung weiterer Preissteigerungen aufgrund von Ernteverzögerungen zurückzuführen.
Ende Januar waren in der Ukraine noch etwa 8 % der Maisernte nicht eingebracht, obwohl bereits 29 Millionen Tonnen Getreide gedroschen wurden. Dies übertrifft die Vorjahresmenge von 26,8 Millionen Tonnen. Landwirte befürchten, dass die geringere Ernte den Anstieg der Marktpreise weiter belasten könnte.
Im Januar 2026 exportierte die Ukraine 2,9 Millionen Tonnen Mais. Die Hauptabnehmer waren die Türkei (625.000 Tonnen), Italien (606.000 Tonnen), Spanien (280.000 Tonnen), Ägypten (239.000 Tonnen) und Tunesien (229.000 Tonnen). Insgesamt wurden in der Saison 8,8 Millionen Tonnen exportiert, verglichen mit 12,86 Millionen Tonnen im Vorjahr. Die Prognose für das Wirtschaftsjahr 2025/26 liegt bei 23 Millionen Tonnen, gegenüber 20 Millionen Tonnen in der vorherigen Saison.
Auch der internationale Markt zeigt eine gewisse Stabilität. Die Mais-Futures für März in Chicago notieren seit zwei Wochen bei 168 US-Dollar pro Tonne (minus 3,5 % im Monatsvergleich), trotz hoher Exportraten und geplanter Liefersteigerungen nach China und Indien. Im Wirtschaftsjahr 2025/26 exportierten die USA bis zum 30. Januar 32,6 Millionen Tonnen Mais, 50 % mehr als im Vorjahr. Die Exportprognose für die Saison wurde von 72,6 auf 81 Millionen Tonnen angehoben.
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