Da die Landwirte deutlich weniger Felder mit Buchweizen bestellt haben, müssen sich die Verbraucher auf steigende Preise einstellen.
Dies erklärte Svitlana Cheremisina, Forscherin am Institut für Agrarökonomie der Ukraine, in einem Interview mit dem Fernsehsender 24. Sie merkte an, dass die Buchweizenproduktion im Land nach einer Wachstumsphase in den ersten Kriegsjahren nun erheblichen Veränderungen unterliegt.
Laut Cheremisina wuchs der Buchweizenmarkt in den Jahren 2022–2023 vor dem Hintergrund einer gestiegenen wirtschaftlichen Attraktivität des Anbaus. Die Anbauflächen nahmen zu, und die Produktion überstieg den Inlandsbedarf um fast das Doppelte. Seit 2024 hat sich die Situation jedoch dramatisch verändert: Die Branche sieht sich mit sinkenden Anbauflächen und Erträgen konfrontiert.
Während die Landwirte 2023 über 210.000 Tonnen Buchweizen ernteten, sank die Bruttoernte 2025 auf 70.800 Tonnen. Hauptgrund für den Ernterückgang war die Verringerung der Anbauflächen: von 147.900 Hektar in der Hochsaison auf 58.500 Hektar im letzten Jahr.
Cheremisina merkt an, dass die aktuelle Ernte angesichts des traditionellen Buchweizenverbrauchs von 100.000 bis 110.000 Tonnen pro Jahr den Bedarf nur teilweise deckt. Das entstandene Defizit wird auf 30.000 bis 35.000 Tonnen geschätzt. Gleichzeitig wird kein kritischer Engpass in den Regalen erwartet, da der Markt durch Übergangsbestände aus früheren Rekordsaisons gestützt wird.
Die Buchweizenimporte sind weiterhin minimal, sodass der Inlandsmarkt von lokalen Erzeugern abhängig ist. Analysten weisen darauf hin, dass die Preise für Getreide unter Berücksichtigung der reduzierten Anbauflächen und der aktuellen Lagerbestände gebildet werden und dass Verbraucher im Jahr 2026 mit einem Anstieg des Buchweizenpreises in der Ukraine rechnen sollten.
e-finance.com.ua
