Der Wohnimmobilienmarkt in der Ukraine verzeichnete im vergangenen Jahr einen überwiegenden Aufwärtstrend. In den meisten regionalen Zentren stiegen die Preise für Einzimmerwohnungen um durchschnittlich 10–20 %, wobei der Anstieg in einigen Städten deutlich höher ausfiel.
Diese Daten wurden von der Immobilienplattform OLX veröffentlicht, die die Entwicklung der Medianpreise von Wohnungen auf dem Gebrauchtmarkt analysierte. Der Vergleich umfasst den Zeitraum von Februar 2025 bis Februar 2026.
Das stärkste Wachstum wurde in Ternopil verzeichnet, wo der Medianpreis für eine Einzimmerwohnung um 27 % auf 51.300 US-Dollar stieg. Kropyvnytskyj folgte mit einem Anstieg von 23 % auf 30.700 US-Dollar. In Odessa stiegen die Preise um 22 % auf 46.900 US-Dollar und in Riwne um 20 % auf 58.600 US-Dollar.
Auch die Hauptstadt gehörte zu den Städten mit einem deutlichen Preisanstieg. In Kiew stiegen die Kosten für Einzimmerwohnungen um 18 % auf fast 79.000 US-Dollar. Ein ähnlicher Anstieg wurde in Iwano-Frankiwsk verzeichnet, wo die Preise auf 47.400 US-Dollar kletterten.
Auch in anderen regionalen Zentren wurden zweistellige Wachstumsraten registriert. So stiegen die Preise in Tscherniwzi um 17 % auf 58.100 US-Dollar und in Sumy um 15 % (fast 23.000 US-Dollar). In Chmelnyzkyj, Luzk und Lwiw betrug der Anstieg 13 %, mit Medianpreisen von 39.500, 51.800 bzw. 72.400 US-Dollar.
Etwas geringere Preissteigerungen wurden in Charkiw und Poltawa verzeichnet – jeweils 12 %, wo die Kosten 24.500 bzw. 39.000 US-Dollar erreichten. In Schytomyr stiegen die Preise um 11 % auf 47.800 US-Dollar.
In den einzelnen Städten war die Preisentwicklung moderater. In Tschernihiw und Dnipro stiegen die Preise um etwa 10 % auf 34.400 bzw. 31.800 US-Dollar. In Uschhorod wurde ein Anstieg um 8 % auf 72.500 US-Dollar verzeichnet.
Die verhaltenste Entwicklung zeigten Winnyzja und Tscherkassy, wo die Preise nur um 3 % auf 49.300 bzw. 44.800 US-Dollar stiegen.
Gleichzeitig blieb der Markt in einigen regionalen Zentren stabil oder ging sogar zurück. In Mykolajiw blieb der Medianpreis nahezu unverändert bei rund 20.000 US-Dollar. In Cherson wurde ein leichter Rückgang um 2 % auf etwa 14.200 US-Dollar verzeichnet.
Den größten Wertverlust erlitt Saporischschja mit einem Preisrückgang von 7 %. Im Jahresverlauf sanken die Mediankosten für Einzimmerwohnungen hier von rund 16.000 auf 14.900 US-Dollar.
Der Sekundärmarkt für Immobilien in der Ukraine bleibt somit heterogen: In den meisten Städten ist ein sicheres Wachstum zu verzeichnen, in den an vorderster Front gelegenen oder wirtschaftlich schwachen Regionen stagnieren oder sinken die Preise jedoch.
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