Im März verzeichneten die Mitgliedsländer der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) einen drastischen Rückgang der Fördermengen – die Exporte sanken im Vergleich zum Februar um fast 25 Prozent. Dies berichtet Reuters.
Zur OPEC gehören die Länder des Persischen Golfs, darunter Iran, Venezuela und mehrere afrikanische Staaten. Das erweiterte OPEC+-Format umfasst Russland, Kasachstan, Brasilien, Mexiko, Sudan und weitere Ölexporteure. Im Februar beliefen sich die Gesamtfördermengen der OPEC-Länder auf 28,87 Millionen Barrel pro Tag, im März sanken sie auf 21,57 Millionen Barrel pro Tag.
Laut Analysten ist dies der stärkste Rückgang der Exporte seit Juni 2020, als die Produktion auf 21,38 Millionen Barrel pro Tag fiel. OPEC und OPEC+ reduzierten damals ihre Produktion als Reaktion auf den Nachfrageeinbruch infolge der COVID-19-Pandemie.
Kuwait, Irak, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate verzeichneten die größten Verluste. Der Irak reduzierte seine Fördermengen innerhalb eines Monats um etwa 66–70 %: Exportierte das Land im Februar noch 4,15 Millionen Barrel pro Tag, so waren es im März nur noch 1,4 Millionen.
Gleichzeitig erhöhten zwei OPEC-Länder – Venezuela und Nigeria – ihre Exporte im März und glichen damit einen Teil der Gesamtverluste der Organisation aus. Dies verdeutlicht die Heterogenität der Situation innerhalb der OPEC und die unterschiedlichen Produktionskapazitäten der einzelnen Länder.
Trotz des Angebotsrückgangs einigten sich die OPEC+-Mitgliedstaaten darauf, die Produktionsmengen im ersten Quartal 2026 auf einem stabilen Niveau zu halten und die Fördermengen ab April schrittweise zu erhöhen. Ein Treffen der acht Mitglieder, die eine Produktionssteigerung planen, ist für den 5. April angesetzt.
Analysten prognostizieren, dass der Ölmarkt in den kommenden Monaten volatil bleiben wird, da die OPEC-Länder versuchen, Produktion und Weltmarktpreise angesichts von Nachfrageschwankungen und geopolitischen Risiken im Gleichgewicht zu halten.
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