Golfstaaten wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate bekunden Interesse am Kauf ukrainischer Terra A1-Abfangdrohnen im Wert von 2.500 US-Dollar. Laut Reuters ist die Nachfrage auf die Erschöpfung der teuren amerikanischen Raketenbestände in der Region infolge massiver iranischer Drohnenangriffe zurückzuführen.
Das japanische Unternehmen Terra Drone vermarktet ukrainische Technologie auf dem internationalen Markt. Das Modell Terra A1 wurde vom ukrainischen Startup Amazing Drones speziell zur Abwehr von Shahed-Drohnen entwickelt, die aktiv von Russland eingesetzt werden. Im vergangenen Monat gab Terra Drone eine strategische Partnerschaft mit dem ukrainischen Team bekannt, die Produktions-Know-how bereitstellt und die weltweite Vermarktung des Projekts sicherstellt.
Die Wirtschaftlichkeit der Luftabwehr ist zu einem entscheidenden Argument für die Käufer geworden. Der Einsatz teurer Patriot-Raketen zur Abwehr günstiger iranischer Drohnen im Wert von 20.000 US-Dollar ist ineffektiv. Zum Vergleich: Eine Patriot-Rakete kostet 4 Millionen US-Dollar, die Terra A1 hingegen nur 2.500 US-Dollar. „Alle fingen an, Geld zu zählen. Teure Raketen gegen billige Drohnen einzusetzen, ist wirtschaftlich einfach nicht sinnvoll“, sagte Toru Tokushige, CEO von Terra Drone.
Die Nachfrage aus dem Nahen Osten nach ukrainischen Abfangdrohnen ist seit Beginn des Konflikts deutlich gestiegen. Experten zufolge eröffnet dies die Möglichkeit eines kosteneffizienten Schutzes kritischer Infrastrukturen in der Region, wo zahlreiche Drohnenangriffe bereits erhebliche Schäden verursacht haben.
In den kommenden Monaten wird die Terra A1 an die ukrainischen Streitkräfte für Kampferprobungen übergeben. Bei erfolgreichen Tests plant das japanische Unternehmen, seine Verbindungen zu Saudi Aramco zu nutzen, um die Produktion von Abfangdrohnen direkt in den Golfstaaten aufzubauen. Dies würde die Logistikkosten und Lieferzeiten deutlich reduzieren.
Analysten weisen darauf hin, dass das Auftreten ukrainischer Abfangdrohnen auf dem Markt am Persischen Golf das Machtgleichgewicht in der Region verändern und eine neue, kostengünstige Alternative zu teuren Luftverteidigungssystemen schaffen könnte, insbesondere für Staaten, die massiven Angriffen mit billigen Drohnen ausgesetzt sind.
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