Im März 2026 steigerte die Ukraine ihre Exporte von Rindern und Rindfleisch deutlich und profitierte dabei von den günstigen globalen Marktbedingungen. Ein weiterer Faktor war die weltweite Fleischknappheit und die hohen internationalen Preise, die das Angebot ankurbelten.
Dies teilte der Pressedienst des Milchproduzentenverbandes mit. Branchenvertreter betonen, dass ukrainische Erzeuger ihre Exporte vor dem Hintergrund niedriger Rohmilchpreise im Inland und einer gestiegenen Nachfrage auf den Weltmärkten erhöht haben.
Laut dem ukrainischen Zoll beliefen sich die Lebendviehexporte im März auf rund 2.790 Tonnen. Dies entspricht einem Anstieg von 58 % gegenüber Februar 2026 und von 12 % gegenüber März 2025. Die Exporterlöse erreichten 5,26 Millionen US-Dollar. Insgesamt wurden von Januar bis März 5.530 Tonnen für 11,61 Millionen US-Dollar exportiert.
Auch im Segment Frisch- und Kühlfleisch war ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Im März erreichten die Exportmengen 467,2 Tonnen, mehr als doppelt so viel wie im Vormonat. Die Einnahmen aus diesen Lieferungen beliefen sich auf 3,69 Millionen US-Dollar. Im ersten Quartal 2026 erreichten die Exporte von frischem Rindfleisch 991 Tonnen im Wert von 7,61 Millionen US-Dollar, was einem jährlichen Wachstum von fast 2300 % entspricht.
Auch die Exporte von gefrorenem Rindfleisch zeigen eine positive Entwicklung. Im März wurden 1.670 Tonnen exportiert, 31 % mehr als im Februar, und die Deviseneinnahmen beliefen sich auf 7,37 Millionen US-Dollar. Insgesamt exportierte die Ukraine in den drei Monaten 3.910 Tonnen gefrorenes Rindfleisch im Wert von 17,8 Millionen US-Dollar, trotz eines Rückgangs der Mengen um 8 % im Vergleich zum Vorjahr.
Das Wachstum der ukrainischen Exporte erfolgt vor dem Hintergrund globaler Veränderungen auf dem Markt für rotes Fleisch. In den Vereinigten Staaten von Amerika bleiben die Rindfleischpreise aufgrund des begrenzten Angebots und der stabilen Nachfrage hoch. In Brasilien ist der Anstieg der Viehkosten auf einen Viehmangel und rege Exportlieferungen zurückzuführen. In Australien erreichte die Rindfleischproduktion aufgrund der hohen internationalen Nachfrage ein Mehrjahreshoch.
Gleichzeitig importierte die Ukraine im März aufgrund niedriger Rohmilchpreise im Inland keine Jungrinder. Die Importe von gekühltem Rindfleisch stiegen im Vergleich zum Februar auf 19,3 Tonnen (+41 %) und von gefrorenem Rindfleisch auf 83,5 Tonnen (+20 %).
Insgesamt bleibt der globale Rindfleischmarkt von der Nachfrage der Hauptabnehmer, insbesondere Chinas, der USA und asiatischer Länder, abhängig. Diese Nachfrage hält die Preise hoch, trotz der unterschiedlichen Produktionsentwicklung in den verschiedenen Regionen der Welt.
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