Im März 2026 erlebte der Wohnimmobilienmarkt in Dubai eine spürbare Abkühlung: Die Wohnungspreise sanken erstmals seit Beginn der COVID-19-Pandemie. Laut Daten des Beratungs- und Bewertungsunternehmens REIDIN ging der Wohnungskostenindex im Vergleich zum Vormonat um 5,9 % zurück.
Dies berichtete Bloomberg. Trotz dieses Rückgangs entspricht das aktuelle Preisniveau den Werten von vor sechs Monaten, was auf eine relativ moderate Korrektur nach dem rasanten Wachstum hindeutet.
Analysten weisen darauf hin, dass der Markt in Dubai, das zu den Vereinigten Arabischen Emiraten gehört, direkt von der geopolitischen Instabilität betroffen ist. Die Spannungen in der Region haben sich zu einem der Hauptfaktoren für die veränderte Nachfragedynamik auf dem Immobilienmarkt entwickelt.
In den letzten Jahren hat Dubai seinen Status als steuergünstiger Standort aktiv genutzt, um ausländische Investoren und Expats anzuziehen. Dies hat es dem Wohnungsmarkt ermöglicht, sich von einem langen Einbruch zu erholen und seit 2020 einen Preisanstieg von über 70 % zu verzeichnen.
Die aktuelle Welle geopolitischer Risiken hat jedoch Zweifel an weiterem Wachstum aufkommen lassen. Die Golfstaaten wurden als Reaktion auf die Ende Februar begonnenen US-amerikanischen und israelischen Angriffe schwer getroffen. Seit Wochen ist die Region von Raketen- und Drohnenangriffen bedroht, von denen die meisten abgefangen wurden. Trotz einer brüchigen Waffenruhe Anfang des Monats scheiterten die Friedensgespräche in dieser Woche.
Weitere Anzeichen für die Abkühlung des Marktes liefern die Verkaufszahlen. Laut REIDIN sank der Gesamtwert der Wohnimmobilientransaktionen in Dubai im März um fast 20 % auf 37,2 Milliarden Dirham (ca. 10,1 Milliarden US-Dollar). Auch die Anzahl der Transaktionen ging zurück, von fast 16.000 im Vormonat auf rund 13.000.
Marktteilnehmer erwarten, dass die Lage in naher Zukunft volatil bleiben wird. Louis Harding, CEO von Betterhomes, merkte an, dass eine schnelle Rückkehr zu den vorherigen Werten nicht zu erwarten sei und die Preise voraussichtlich weiter sinken würden. Dies könne sich laut Harding auf die Nachfrage auswirken, da sich das Bevölkerungswachstum angesichts der zahlreichen Neubauprojekte verlangsamen könnte.
Der Wohnungsmarkt in Dubai, der bis vor Kurzem ein rasantes Wachstum verzeichnete, tritt somit unter dem Einfluss sowohl inländischer Faktoren als auch globaler geopolitischer Herausforderungen in eine Korrekturphase ein.
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