Im April 2026 erreichten die weltweiten Fleischpreise einen historischen Höchststand. Der durchschnittliche Wert des Fleischpreisindex lag bei 129,4 Punkten, 1,2 % höher als im März und 6,4 % höher als im Vorjahresmonat.
Diese Daten wurden von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in ihrem neuen Analysebericht veröffentlicht. Die Experten der Organisation weisen darauf hin, dass der Hauptgrund für den Anstieg die gestiegenen Preise fast aller wichtigen Fleischsorten auf dem Weltmarkt waren.
Besonders stark stiegen die Rindfleischpreise. Hauptgrund hierfür war das begrenzte Angebot an Nutztieren in Brasilien, einem der wichtigsten Fleischproduzenten und -exporteure weltweit. Zusätzlicher Druck auf den Markt entstand durch die hohe internationale Nachfrage, insbesondere aus China, das weiterhin einer der größten Rindfleischimporteure ist.
Auch Schweinefleisch verteuerte sich. In der Europäischen Union stiegen die Preise aufgrund einer saisonalen Nachfrageerholung, die zu einer Erhöhung der Marktnotierungen führte. Gleichzeitig wurde das globale Wachstum teilweise durch die Lage in Brasilien gebremst, wo hohe Produktbestände zu einem leichten Rückgang der Inlandspreise führten.
Der Geflügelfleischmarkt verzeichnete ebenfalls einen Wertzuwachs. Ein Hauptgrund dafür war der Preisanstieg brasilianischer Produkte vor dem Hintergrund einer starken Nachfrage aus mehreren afrikanischen Ländern. Die Übernachfrage in diesen Märkten kompensierte den Umsatzrückgang im Nahen Osten, wo der Handel durch militärische Auseinandersetzungen beeinträchtigt war.
Analysten betonen die herausragende Rolle Brasiliens bei der Weltmarktpreisbildung. Das Land ist nach wie vor der weltweit größte Exporteur von Rind- und Hühnerfleisch, weshalb sich jegliche Veränderungen in Produktion, Lagerbeständen oder Exportpolitik direkt auf den globalen Fleischmarkt auswirken.
Die einzige Kategorie, in der keine signifikanten Veränderungen verzeichnet wurden, war Lammfleisch. Die Preise für diese Fleischsorte blieben im April relativ stabil und zeigten keine nennenswerten Schwankungen auf den internationalen Märkten.
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