Das ukrainische Konsortium „Ridne“ bereitet die Eröffnung eines neuen humanitären Lebensmittelzentrums auf dem afrikanischen Kontinent vor. Es handelt sich um das zweite Agrarzentrum im Rahmen internationaler Lebensmittelinitiativen, dessen Eröffnung bis Ende 2026 geplant ist.
Dies berichtet Latifundist. Derzeit wird Kenia als potenzieller Standort für die neue Einrichtung in Betracht gezogen, da das Land über die notwendige Infrastruktur für die Umsetzung eines solchen Projekts verfügt.
Die Wahl Kenias begründet sich mit seiner strategischen Lage und seinem logistischen Potenzial. Das geplante Zentrum soll die Lebensmittelversorgung der Länder Ost- und Zentralafrikas, insbesondere Somalia und der Demokratischen Republik Kongo, sicherstellen.
Vor dem endgültigen Projektstart ist eine Testphase der Logistikrouten geplant. Diese Tests werden gemeinsam mit internationalen humanitären Organisationen durchgeführt, und Testlieferungen sind in den Sudan und die Demokratische Republik Kongo vorgesehen. Dadurch soll das effektivste Modell für das zukünftige Zentrum ermittelt werden.
Nach Abschluss der Analysephase wird die endgültige Entscheidung über den genauen Standort des Zentrums getroffen. Das Projekt durchläuft daher eine mehrstufige Vorbereitungsphase, in der logistische und humanitäre Faktoren berücksichtigt werden.
Das Ridne-Konsortium verfügt bereits über praktische Erfahrung in Afrika. Im Rahmen der Initiative „Food from Ukraine“ ist in der Nähe von Accra in Ghana ein erstes Lebensmittelzentrum in Betrieb, das rund 10.000 Menschen mit Lebensmitteln versorgt hat.
Das Ridne-Konsortium (RIDNE) vereint ukrainische Lebensmittelproduzenten und landwirtschaftliche Betriebe – insgesamt elf Unternehmen und mehr als 80 Landwirte. Die Organisation wurde im März 2022 mit dem Ziel gegründet, die Ernährungssicherheit der Ukraine zu stärken und humanitäre Missionen im Ausland durchzuführen.
Der Produktionszyklus der Konsortiumsmitglieder umfasst den gesamten Prozess – vom Anbau landwirtschaftlicher Rohstoffe bis zu deren Verarbeitung zu Fertigprodukten wie Getreide, Mehl, Konserven, Öl und Milchprodukten. Das Konsortium kooperiert zudem mit der British Sustainability Group und setzt moderne Ansätze für eine nachhaltige Produktion um.
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