Der japanische Automobilhersteller Honda Motor Co. hat beschlossen, den 2021 angekündigten ambitionierten Plan, bis 2040 vollständig auf den Verkauf von Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeugen umzusteigen, aufzugeben. Grund dafür sind die Schwierigkeiten auf dem Markt für Elektroautos und die finanziellen Probleme des Unternehmens.
Dies berichtete Nikkei Asia. Laut dem Bericht verzeichnete Honda erstmals seit fast 70 Jahren als börsennotiertes Unternehmen Verluste. Ein wesentlicher Teil der Probleme ist auf die schleppende Entwicklung des Elektroautogeschäfts zurückzuführen.
Trotz der schwierigen Lage rechnet das Unternehmen damit, noch in diesem Jahr wieder profitabel zu sein. Das Honda-Management ist überzeugt, dass die Strategieüberarbeitung eine bessere Anpassung an die neuen Gegebenheiten des globalen Automobilmarktes und die veränderte Politik wichtiger Länder ermöglicht.
Zuvor hatte Honda-Präsident und CEO Toshihiro Mibe den schrittweisen Ausstieg aus Verbrennungsmotoren aktiv unterstützt. Die Marktlage hat sich jedoch verändert, insbesondere in den USA nach der Rückkehr von Donald Trump an die Macht. Dies zwang den japanischen Hersteller, seine langfristigen Pläne anzupassen.
Erste Anzeichen für einen Strategiewechsel zeigten sich bereits im März, als Honda die Markteinführung von drei neuen Elektroautomodellen für Nordamerika absagte. Diese Entscheidung deutete darauf hin, dass das Unternehmen nicht mehr an das rasante Wachstum der Nachfrage nach Elektroautos in der Region glaubte.
Toshihiro Mibe selbst räumte ein, dass Honda seine Strategie nicht schnell genug an die veränderte Marktlage und die Regierungspolitik anpassen konnte. Laut Mibe unterschätzte das Unternehmen das Tempo des Wandels in der Automobilindustrie und die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Entwicklung des Elektroautosegments.
Anschließend führte Honda eine umfassende Überprüfung seiner Geschäftsstrategie durch. Insbesondere gab das Unternehmen die Einstellung der Entwicklung des Elektroautos Afeela bekannt, das in Zusammenarbeit mit der Sony Group entstanden war. Das Projekt galt als einer der Schlüssel für Hondas Einstieg in das Premium-Elektroautosegment.
Darüber hinaus kündigte der Automobilhersteller seine Absicht an, den Autoverkauf in Südkorea Ende 2026 einzustellen. Honda verfolgt somit faktisch ein vorsichtigeres Entwicklungsmodell und überprüft seine internationalen und technologischen Prioritäten in einem instabilen globalen Markt.
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